Wir Menschen haben großen Einfluss auf unsere Umwelt, auf die Natur, auf die Erde, auf der wir leben. Und von der wir leben.

 

Es liegt an uns, ob wir sie zerstören oder bewahren.

 

Wir haben es in der Hand, ob der Klimawandel ungehindert fortschreitet oder sich verlangsamt.

 

Wir sollten die Erde nicht ausbeuten, sondern schützen. In unserem eigenen Sinne. Und im Sinne künftiger Generationen.

anschauen!

November 2019

Was sich ändern muss:

was kann ich gegen den klimawandel tun?

Juli 2019

Wenn ich mich mit anderen Menschen über den Klimawandel unterhalte - und besonders über unseren Einfluss darauf -, bekomme ich oft als Antwort: "Da kann man als Einzelner eh nix machen. Das bringt nix." Ich sehe das anders! Jeder einzelne von uns kann und muss seinen Beitrag leisten. Eine Ameise kann keinen Ameisenhügel bauen, alle zusammen aber schon. Dennoch braucht es jede Ameise dazu.

Was kann ich als Individuum also tun? Jede Menge. Und ja, es fällt schwer. Und ja, ich bin auch eine Klimasünderin. Aber: "I try my very best."

1. Da ich zum Glück viel im Home-Office arbeiten darf, brauche ich deutlich seltener das Auto. Damit spare ich nicht nur Geld und Nerven, sondern auch Benzin, CO2, Feinstaub, Abrieb.

2. Wenn ich das Auto nutze, fahre ich im Schnitt 110 km/h, beschleunige langsam, schalte bei circa 2000 Umdrehungen in einen höheren Gang. Ich fahre einen sparsamen Benziner. Je schneller man fährt, desto mehr Benzin verbraucht man und desto höher der CO2-Ausstoß.

3. Ich fliege deutlich seltener als früher. Ich mache mehr zu Hause Urlaub. Innerhalb Deutschlands würde ich nie ein Flugzeug nutzen, es sei denn, es geht gar nicht anders.

4. Ich esse fast komplett vegan. Ich kaufe so oft wie möglich bio und regional. Auf dem Balkon baue ich selbst, natürlich in sehr kleinem Rahmen, Gemüse an.

5. Ich wohne in einem Haus mit Erdwärmepumpe.

6. Ich beziehe 100 % Ökostrom, derzeit aus Wasserkraft. Der Strom aus der Steckdose ist zwar nicht sauber, aber ich setze zumindest ein Zeichen.

7. Ich versuche, so gut wie möglich Strom zu sparen. Kleine E-Geräte lade ich mit einem Solarpanel.

8. Ich dusche nicht täglich und verwende ausschließlich Naturkosmetik, die frei von Mikroplastik ist.

9. Ich kaufe viel weniger neue Dinge als früher. Ich verwende sie so lange wie möglich. Falls machbar, lasse ich sie reparieren.

10. Ich heize im Winter weniger, meist nur zwei Räume in der Wohnung. Lieber ziehe ich eine dickere Fleecejacke an und warme Schlappen.

projekt "wilde wiese"

April 2019

In den letzten Jahren hat es mich immer wieder betrübt, dass es in meiner Wahlheimat Oberbayern kaum mehr bunte Flecken in der Landschaft gibt. Ein Großteil der Wiesen ist einfach grün. Manchmal verirren sich ein paar Löwenzahnblüten und Hahnenfußgewächse - dank Dünger. Aber sonst wächst kein Kraut mehr auf den Wiesen. Wie auch? Mähen die Bauern doch im Schnitt fünf- bis sechsmal im Jahr, sobald das Gras ein paar Zentimeter in die Höhe geschossen ist.

Angestachelt durch das Volksbegehren für mehr Artenvielfalt habe ich mich viel mit benachbarten Bauern ausgetauscht. Ich wollte ein winziges Stück Wiese sehen, dass mal sich selbst überlassen wird. Einfach ein Jahr lang nichts machen - kein Dünger, keine Gülle, kein Mähen. Und dann schauen, was passiert. Ob was passiert. Ich hatte Glück. Ein sehr nette Familie macht mit. Eine Fläche in der Größe eines Gartens liegt dieses Jahr brach. Wir sind alle gespannt. Ich nenne es: Projekt Wilde Wiese.

mutter erde

März 2019

Woher kommt...

...das Wasser, das wir trinken?

...die Lebensmittel, die wir essen?

...das Benzin in unseren Autos?

...der Strom für unsere Heizung?

...das Material unserer Kleidung?

...die Luft, die wir atmen?

...all das Plastik, das wir täglich nutzen?

...die Bestandteile unserer Smartphones?

Von Mutter Erde.

Und warum schützen wir sie dann nicht?

schnee...

Januar 2019

Ja, es gab auch früher schon schneereiche Winter. Es blieb kalt und es sammelte sich immer mehr Schnee an. Dieses Jahr kam allerdings in kürzester Zeit und bei relativ milden Temperaturen eine wirklich beeindruckende Menge Schnee zusammen. Er war feucht, extrem schwer und ließ so manchen Hausbesitzer um sein Dach bangen. Alles noch im Normbereich? Oder doch Zeichen des Klimawandels? Forscher sagen: Der Klimwandel begünstigt solche Wetterlagen. Das Wetter hängt aufgrund des nachlassenden Jet-Streams sozusagen öfter fest. Es kann dann ausgesprochen trocken, nass, heiß, kalt sein.

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Schneeräumaktion im Alpenvorland

das wämrste jahr

Dezember 2018

2018 war in Deutschland das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, berichtet der Deutsche Wetterdienst. Das haben dieses Jahr wohl auch die meisten Deutschen gemerkt. Es war schon im Frühjahr extrem warm, der Sommer verlief ungewöhnlich trocken und mit hohen Temperaturen, der Herbst war - zumindest hier in Bayern - viel zu warm. Das Bild unten zeigt Trollblumen im Alpenvorland. Normalerweise blühen sie im Mai. Letztes und dieses Jahr haben sie ein zweites Mal geblüht - 2018 Anfang November!

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Trollblumen im Alpenvorland

Weltklimarat: wir müssen handeln!

Oktober 2018

Wie der Weltklimarat in seiner aktuellen Studie schreibt, macht es einen großen Unterschied, ob wir auf 1,5 oder 2 Grad Erderwärmung hinsteuern. Küsten gehen verloren, oder bleiben. Der arktische Ozean wird öfter eisfrei, was den Meeresspiegel weiter steigen lässt - oder seltener. Das sind nur zwei Beispiele. Wenn wir so weitermachen wie jetzt, wird alles vermutlich noch schlimmer. Deshalb müssen wir handeln!

Grönland, Ostgrönland
Schmelzen Grönlands Gletscher, steigt der Meeresspiegel

party im naturschutzgebiet

August 2018

Wie die SZ berichtet, haben junge Leute den Schrecksee in den Allgäuer Alpen als Partylocation auserkoren. Sie hinterlassen Müll, der von Plastikflaschen bis zu SUP-Brettern reicht. Sie hinterlassen Exkremente, nutzen den Stall des Almerers als stilles Örtchen, ja haben angeblich sogar die Kühe gemolken und die Weidepfosten verfeuert. Ist das zu fassen? Was geht in den Leuten vor? Wo ist die Verantwortung für die Natur?

autoverkehr

Juli 2018

2017 hat Deutschland insgesamt 905 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt, schätzt das Umweltbundesamt. Das ist zwar etwas weniger als im Vorjahr. Dennoch: Bis 2030 müssen die Emissionen um 55 Prozent sinken! Eines der wichtigsten Treibhausgase ist CO2. Und das entsteht zu einem Großteil im Straßenverkehr. Autos und LKWs sind laut Umweltbundesministerium die drittgrößten Verursacher des CO2-Ausstoßes: 170 Millionen Tonnen entfallen darauf. Die Deutschen lieben Autos, besonders große Autos, die immer noch viel zu viel Sprit verbrauchen. Dieselfahrzeuge haben zwar eine bessere CO2-Bilanz, dafür stoßen sie bekanntermaßen deutlich mehr Stickoxide aus, als die Hersteller angeben. Und das schadet unserer Gesundheit. Was also tun? Man muss verzichten. Versuchen, weniger das Auto zu nutzen, sparsam zu fahren, überhaupt ein sparsames Vehikel kaufen, Elektrofahrzeuge austesten, mehr Zug fahren, ortsnahe Erledigungen per Rad oder zu Fuß machen.

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Autos auf der Garmischer Autobahn, aufgenommen mit langer Verschlusszeit

temperatur-rekorde

Mai 2018

Nach dem wärmsten April seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen, war nun laut DWD auch der Mai 2018 der wärmste. Es war einerseits trocken und sehr sonnig. Andererseits zeigten sich wieder heftige Unwetter, Tornados, Hagel, umgestürzte Bäume. Das Wetter wird extremer. Bedingt durch den Klimawandel.

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Unwetter im Alpenvorland

Erdölförderung

April 2018

102 Millionen Tonnen Mineralöl wurden in Deutschland 2015 verbraucht. Der Hauptteil fällt auf Diesel- und Ottokraftstoff - also Autofahren. Danach folgt Heizöl. Das Öl stammt aus verschiedensten Teilen der Erde, sogar aus Deutschland selbst. Doch egal wo es herkommt - die Gewinnung von Erdöl ist schmutzig. Und es ist eine Ressource, die endlich ist.

 

Auch ich fahre viel Auto. Aber ich fahre auf der Autobahn zum Beispiel im Schnitt 110 km/h. Das senkt den Benzinverbrauch, schont die Umelt und meine Nerven. Ich nutze außerdem ein sparsames Auto, keinen großen SUV. Sobald sich in Deutschland E-Autos etablieren und die Akkus eine bessere Ökobilanz haben, werde ich umsteigen.

 

Ölfirmen bohren auch in Alaska nach Öl. Ganz nah an einem der letzten großen Wildnisgebiete der Erde. Dem Arctic National Wildlife Refuge. Während die einen von einer "weißen Einöde" sprechen, wissen die anderen um den Reichtum des Gebiets: Eisbärenmütter bringen dort ihre Jungen zur Welt, ebenso Caribous. Millionen von Vögeln brüten dort im Sommer. Die Ölförderung in der Arktis ist besonders gefährlich. Wozu dort bohren? Würden alle im Norden Alaskas vermuteten Ölreserven ausgebeutet, würde dies trotzdem weniger als ein Prozent des weltweiten Ölverbrauchs decken. Die Bilder zeigen Prudhoe Bay, wo sich die Ölfirmen angesiedelt haben. Den Dalton-Highway, auf dem täglich riesige Trucks Lebensmittel und Gerätschaften hinaufbefördern. Und die Trans-Alaska-Pipeline, durch die das Öl von der Arktis bis ans Meer gelangt.

landwirtschaft

März 2018

Weil viele Verbraucher nach wie vor gerne Schwein, Rind, Pute und Hühnchen essen, gibt es in Deutschland - und überall in der Welt - riesige Mastbetriebe. Dadurch fallen große Mengen an Gülle an, die auf den Wiesen landet. Von da kann sie ins Grundwasser gelangen, Seen können umkippen, andere Pflanzen wachsen. Der Stickstoff aus der Gülle wandert in Form von Nitrat in unser Trinkwasser und in den Salat, den Spinat und den Lauch, den wir essen. Nitrat kann im menschlichen Körper in Nitrit umgewandelt werden. Es gilt als krebserregend und schadet Babys.

 

In Teilen Norddeutschlands produzieren manche Bauern so viel Gülle, dass sie sie nicht mehr auf die Äcker bringen können. Es gibt schlichtweg zu wenig Land. So sind Güllebörsen entstanden. Man schaut, welcher Bauer in anderen Teilen des Landes Gülle braucht und verkauft sie dann dorthin. LKWs fahren das Gut bis vor Ort. Da das Grundwasser in Deutschland vielerorts zu stark mit Nitrat belastet ist und sich die Regierung bislang nicht darum kümmert, hat uns sogar die EU-Komission verklagt.

 

Was tun? Weniger oder gar kein Fleisch essen. Das schützt die Umwelt, das Klima, die Tiere und unsere Gesundheit. Nitrat steckt nicht nur im Salat, sondern auch in rotem Fleisch, weshalb es wohl Darmkrebs begünstigt, wenn man zu viel davon dauerhaft isst. Wenn Fleisch, dann gute Qualität kaufen. Bio. Am besten von Betrieben im Umland.

 

Das Bild zeigt eine Wiese im Alpenvorland, auf der gerade frisch Gülle ausgefahren wurde.

Landwirtschaft_Gülle

wildnis schützen oder ausbeuten?

Januar 2018

Das Arctic National Wildlife Refuge im Norden Alaskas wurde von der Trump-Regierung nun offiziell zur Öl- und Gasförderung freigegeben. Die derzeit niedrigen Ölpreise machen eine Förderung im arktischen Ozean momentan eher unwahrscheinlich, wie die New York Times berichtet. Die Frage ist aber: Muss es überhaupt sein? Kann der Mensch nicht einfach die letzten Ressourcen und Wildnisse schützen? Das ANWR ist ein Refugium für zahlreiche Tierarten - Eisbärenmütter bringen hier ihre Jungen zur Welt, Millionen von Zugvögel sind im Sommer hier, Karibuherden streifen durch diese Wildnis, Wölfe, Bären, Schneeeulen, Moschusochsen.

Eisbär, Arctic National Wildlife Refuge, Alaska
Eisbärenfamilie im Arctic National Wildlife Refuge

stromverbrauch

Februar 2018

636 Terawattstunden Strom haben wir im privaten Haushalt laut Umweltbundesamt im Jahr 2015 verbraucht. Das sind 636 Milliarden Kilowattstunden. Hauptsächlich stammt der Strom aus Mineralöl und Erdgas. An dritter Stelle kommen immerhin die eneuerbaren Energien. Es liegt an uns Verbrauchern, wie viel Energie wir benötigen und welche Energieträger wir nutzen bzw. fördern möchten. Durch die Wahl des Stromanbieters haben wir Einfluss darauf, welche Energieträger mehr genutzt werden. Außerdem lässt sich daheim Strom sparen, indem Licht nur in den Räumen brennt, in denen man sich aufhält. Elektrogeräte nicht auf Standby laufen, sondern aus sind, wenn man sie nicht braucht. LED-Birnen benutzen. E-Geräte der Energieeffizienzklasse A kaufen. Wasch- und Spülmaschine sinnvoll befüllen. Und möglichst sparsam heizen, also beispielsweise tagsüber, wenn man außer Haus ist, die Heizung herunterregulieren. Denn hier verbrauchen wir die meiste Energie.

 

Das nächtlich erleuchtete Garmisch-Partenkirchen:

Garmisch Partenkirchen

wetterextreme

August 2017

Wie viele andere Deutsche rege auch ich mich oft über das Wetter auf. Es ist "wahnsinnig heiß", "saukalt", "regnet überhaupt nicht mehr" oder "schüttet ohne Ende". Auch wenn man bei der Beschreibung aktueller Wettereignisse bisweilen ein wenig übertreibt, haben sie doch einen wahren Kern. Das Wetter, vor allem die Wetterwechsel werden extremer. Der Klimabericht der Europäischen Umweltagentur bestätigt: Hitzewellen, Überflutungen, Dürren, Stürme und Waldbrände nehmen zu. Auch Kälteeinbrüche. Schuld ist der Klimawandel, den wir Menschen verursacht haben.

 

Ein Artikel in der Washington Post wiederholt, was ich schon häufig gelesen habe: Durch den Klimawandel erwärmt sich die Arktis schneller als die Region um den Äquator. Dadurch schwächt sich der Jetstream ab, ein Höhenwind, der normalerweise von West nach Ost bläst und die Rückreise im Flugzeug aus den USA beschleunigt. Ist er schwächer, beult er aus. Und das kann dazu führen, dass eine Wetterlage vor Ort festhängt. Es hört nicht auf zu regnen, das Thermometer bleibt auf über 30 Grad oder schwülwarme Luft löst ein Gewitter nach dem anderen aus.

 

Ich dachte immer, wir Deutschen seien Vorrreiter in Sachen Klimaschutz. Sind wir aber anscheinend nicht. Aufgrund des Verkehrs und der Tatsache, dass wir Kohle abbauen, ist unsere Klimabilanz überhaupt nicht vorreitend, sondern eher hinterherhächelnd. Ich hoffe, dass sich bald ändert.

müll

Mai 2017

Glas, Plastik, Papier, Verpackungsmateralien, Textilien, Blech, Essensreste. Was landet nicht alles im Müll. 45 Millionen Tonnen Abfall sind auf diese Weise im Jahr 2014 hierzulande entstanden. Immerhin wird, glaubt man der Statistik des Umweltbundesamtes, ein Großteil davon verwertet. Ganz anders sieht es in anderen Regionen der Erde aus. Der Müll bleibt auf der Straße liegen, wird in die Flüsse gekippt. Vergiftet das Wasser. Frachtschiffe entsorgen ihren Abfall einfach auf dem Meer. Wie oft entdecken Wissenschaftler Berge von Plastik im Magen von Fischen und Vögeln. Sie sind verhungert, weil ihr Magen voll war. In China landen giftige Chemikalien in den Flüssen. In Russland sickert Rohöl in den Erdboden. In Nigeria müssen Menschen durch ölgetränkten Schlick waten.

 

Das beste wäre, weniger Müll zu produzieren. Mehr wiederzuverwenden. Weniger zu konsumieren.

 

Das Bild entstand in Ostgrönland. Die verrosteten Fässer liegen dort seit dem zweiten Weltkrieg. Früher war der Ort ein Stützpunkt der Amerikaner. Die Gegend ist verseucht, durch Öl und Asbest.