die alpen

Vermutlich ist kein anderes Gebirge der Welt so stark durch den Menschen geprägt, wie es die europäischen Alpen sind. Würden die Bauern nicht mehr ihre Kühe auf die Almen treiben, würde diese liebliche Kulturlandschaft verlorengehen. Diese kleinen grünen Flecken, von Wald eingerahmt, zu Füßen oft steiler Felswände. In der Mitte eine kleine Hütte aus Holz oder Stein, in der Ferne die Kuhglocken, prächtige Blumenwiesen. Teilweise gibt es hausgemachten Käse, Kuchen, Butter. Ein Idyll.

 

Oder die Berghütten. In oft grandioser Lage. Hoffnungslos überfüllt, Lagernächte, die man nie mehr vergisst. Kaiserschmarrn. Nette Leute. Auf du und du.

 

Doch der Mensch fordert den Alpen auch viel ab. Baut Skilifte, Stauseen, Straßen, Tunnel. Geht, klettert, radelt, rodelt, fährt Ski. Dringt immer weiter ein, in die letzten Rückzugsgebiete der Tiere. Das ganze Jahr über. Und hat kein Verständnis, wenn Bär, Wolf oder Luchs versuchen, ihren einstiegen Lebensraum zurückzufordern. Ist wirklich nicht genug Platz auf dieser Erde - für Mensch und Tier?

 

Viel mehr Gebiete sollten geschützt werden, Ruhezeiten eingehalten, Bergpfade nicht verlassen werden. Die Alpen sind es wert.

 

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